Naturnahes Gärtnern

Mit unseren Gartentipps und den Hinweisen im Saisonkalender wollen wir hauptsächlich Neugärtnern Unterstützung bieten. Aber auch „Alte Hasen“ finden hier noch Neues.
Mit den Bastelanleitungen wollen wir Ihnen Ideen präsentieren, wie Sie Ihren Garten ökologisch aufwerten können.

Gartentipps für naturnahes Gärtnern

Ein naturnaher Garten ist kein wilder, ungepflegten Garten, sondern ein gezielt geplanter, ökologisch ausgerichteten Lebensraum, der gleichzeitig ästhetisch und funktional ist.
Zentrale Prinzipien sind dabei:

Verzicht auf chemische Mittel (Pestizide, Herbizide, Kunstdünger)

Nutzen Sie eigenen Kompost, Pflanzenschutz z.B. durch Brennesseljauche. Fördern Sie Nützlinge z.B. Marienkäfer gegen Blattläuse

Förderung heimischer Pflanzenarten

Setzen Sie insbesondere bei Zierpflanzen auf einheimische Arten und Wildsorten.

Vielfalt statt Monokultur

Gemüsebeete in Mischkultur anlegen

Lebensräume für Tiere schaffen

Unterstützen Sie Tiere durch artgerechte Lebensräume und Nistmöglichkeiten

Boden schonen und Humus aufbauen

Sorgen Sie durch Bewuchs oder Mulchen dafür, dass der Boden bedeckt ist. Kompostieren Sie möglichst alle Gartenabfälle.

Wasser sparsam und sinnvoll nutzen

In abgedeckten Regentonnen Wasser sammeln. Gezieltes Giesen morgens oder abends, Tröpfchenbewässerung nutzen.

Jeder Garten ist ein kleines Biotop!

Gerade die Nähe unsere Anlage zum umgebenden Wald und die ungenutzten Flächen bieten die einmalige Chance innerhalb kürzester Zeit „Zuwanderer“ in neue Lebensräume zu locken. Was gibt es also schöneres als mit der ganzen Familie ein solches Refugium zu bauen und dann nach wenigen Wochen die Besiedlung und Nutzung zu beobachten.

Machen Sie mit – wir machen die Welt ein wenig besser.

Saisonkalender

Monatliche Tipps für Ihren Kleingarten – nachhaltig, naturnah und praxiserprobt

Winterruhe

Verletzte Äste entfernen
Obstbäume schneiden (wenn frostfrei)

Gartengeräte pflegen und schärfen

Kataloge durchstöbern
Pflanzplan erstellen

Planung und Vorbereitung

Baumschnitt und Heckenschnitt abschließen (am 1. März beginnt die Vogelschutzzeit, dann ist kein radikaler Schnitt mehr erlaubt)

Salat, Kohlrabi, Frühlingszwiebeln vorziehen
Tomaten, Paprika, Auberginen auf der Fensterbank vorziehen

Kompost umsetzen und durchsieben
Reifen Kompost für Frühbeete bereitstellen

Frühstart

Direktsaat von Spinat, Radieschen, Feldsalat, Erbsen, Möhren und Rote Bete
Schnittlauch, Petersilie, Dill säen

Frühe Kartoffelsorten legen
Winterharte Kräuter teilen und vermehren

Staudenbeete säubern

Aussaat und Anpflanzen

Obstbaumblüte beobachten um Schädlingsbefall zu erkennen

Kohlrabi, Salat, Rote Bete, Mangold und Erbsen säen
Schnittlauch, Petersilie, Dill säen

Kartoffeln legen
Zwiebel- und Lauchsetzlinge pflanzen
Erdbeeren reinigen und mulchen
Beerensträucher schneiden

Rasen bei Temperaturen ab 10°C vertikutieren
Kahle Stellen nachsäen und walzen
Erster Schnitt auf 4–5 cm

Wachstum und Pflanzzeit

Busch- und Stangenbohnen sowie Zuckermais nach den Eisheiligen direkt ins Beet säen

Tomaten, Paprika, Zucchini, Auvergine dürfen nach den Eisheiligen ins Freiland gepflanzt werden
Tomaten, Auvergine ab jetzt regelmäßig ausgeizen
Gurken, Kürbis und Melone können nach den Eisheiligen gepflanzt werden
wärmeliebende Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Basilikum können jetzt gepflanzt werden
Kräuter und Minzen sollten ab jetzt regelmäßig gepflückt werden (blühende Pflanzen verlieren viel Geschmack)

Rasen auf 4-5 cm Höhe durch rechtzeitiges mähen halten, es sollte nie mehr wie 1/3 der Halmlänge gekürzt werden
Wildblumenwiese für Insekten und Schmetterlinge anlegen

Verblühtes ab jetzt regelmäßig entfernen
Kranke Pflanzenteile ab jetzt regelmäßig identifizieren und entfernen
Nicht frostharte Blumen wie Dahlien, Gladiolen und Begonien dürfen nach den Eisheiligen ins Beet
Rankende Pflanzen ab jetzt regelmäßig anbinden

Pflege

Tomaten, Auvergine anbinden und regelmäßig ausgeizen
Rankende Gemüsepflanzen wie Gurke und Melone anbinden
Kräuter und Minzen regelmäßig pinzen (blühende Pflanzen verlieren viel Geschmack)
abgeerntete Beete mit neuen Aussaaten bestücken

Verblühtes regelmäßig entfernen
Kranke Pflanzenteile identifizieren und entfernen
Rankende Pflanzen anbinden

Erntezeit

Ernten Sie regelmäßig alle reifen Früchte
Lassen Sie Bohnen, Zucchini, Gurken und Melonen nicht zu groß werden
abgeerntete Beete mit neuen Aussaaten bestücken

Hitzeschutz und Nachsaat

Kartoffeln bei abgestorbenem Kraut ernten
Wintergemüse wie Spinat, Feldsalat, Rote Bete, Möhren und Kohl kann gesät werden

Sind Hitzephasen zu erwarten, lassen Sie den Rasen höher wachsen (5-6 cm)
Wässern Sie selten aber gründlich

Herbst

Ernte von Äpfel und Birnen

Jetzt kann noch Winterspinat, Feldsalat, Endivien gesät werden
Auf ungenutzten Beete nach der letzten Ernte Gründung (z.B. Phacelia) säen.

Beerenobst ernten und Beerensträucher schneiden
Vor dem ersten Frost Lauch und Porree ernten
Knoblauch fürs nächste Jahr stecken

Rückschnitt und Zwiebeln

Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern (die Vogelschutzzeit endete am 30.September)

Nicht winterharte Blumen abschneiden und zum frostfreien überwintern ausgraben
Zwiebelblumen fürs Frühjahr (Krokusse, Narzissen, Tulpen) stecken – denken Sie an den Mäuseschutz

Laub, das nicht auf den Beeten bleiben soll, entfernen und kompostieren

Wasserleitungen absperren, leer laufen lassen und belüften

Werkzeug säubern, ggf. schärfen und konservieren

Winterschutz

Bäume mit Lehm oder Kalk anstreichen
Junge Bäume mit Stammwickel gegen Frost schützen

Frostempfindliche Pflanzen, z.B. Rosen, mit Reisig oder Vlies schützen

Ruhezeit

Lassen Sie das Jahr Revue passieren. Notieren Sie positive und negative Erfahrungen.
Nutzen Sie warme Tage für Reparaturen an Wegen und Beeten

Nistkästen reinigen

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